EIWEISSANALYSE

Ein gesundes Individuum zeichnet sich durch ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen:

    • Organen (Leber, Milz, Gallenblase, Herz, Darm, etc.)
    • hormonellen Drüsen (Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren, etc.) und dem Nervensystem aus.

Die Körpereiweisse / Serumproteine halten dabei ein Gleichgewicht im Blutserum aufrecht. Dieses komplexe Gleichgewicht ist der Schlüssel zu den biologischen Informationen, die in unserem Proteom gespeichert sind. Die Messung von Veränderungen dieses Gleichgewichts durch den Proteomis-Test ermöglichen es uns, diese verborgenen Informationen aufzudecken, frühzeitig zu handeln und eine auf den Patienten zugeschnittene, personalisierte und präventive Therapie zu beginnen.

Weil herkömmliche Bluttests vor allem nach einer vorab vermuteten Erkrankung suchen oder eine bereits diagnostizierte Krankheit überwachen und daher quantitativ erfassen, ob zu wenig oder zu viel von einer spezifisch zellulären oder biochemischen Größe vorliegt, und dabei leitliniendefinierten Minima / Maxima-Bereichen folgen, werden oft wichtige Abweichungen innerhalb dieses Bereichs übersehen.

Das Proteomis-Profil hingegen bestimmt die Reaktionen des gesamten Serumproteoms mittels einer Serie von rund 50 Tests. Diese Tests werden durchgeführt, indem für jede einzelne Reaktion ein anderes chemisches Reagenz unter standardisierten Laborbedingungen (pH-Wert, Tempera- tur, Reagenzkonzentration usw.) dem Serum zugesetzt wird, so dass alle Tests vergleichbar und reproduzierbar sind.

Besondere Bedeutung liegt auf der Auswertung der Profil-Ergebnisse unter Einbeziehung der Anamnese des Patienten, der klinischen Untersuchung und gegebenenfalls weiterer verfügbarer Analysen wie konventionelle Bluttests oder medizinische Bildgebung.

Der diagnostische Mehrwert des Proteomis-Profils begründet sich darin, dass es eine dynamische Analyse ist. Dynamische Analysen ermöglichen es, Veränderungen viel empfindlicher und früher zu erkennen, noch bevor strukturelle Veränderungen oder Ge- webeschäden aufgetreten sind.

Das Proteomis-Profil kann die Diagnose, Therapie und Nachsorge einer bekannten Pathologie bestätigen und abschließen und/oder eine Funktionstherapie ermöglichen. Therapeut und Patient profitieren beim Einsatz des Proteomis-Profils vom fundamentalen Prinzip, dass biologische Serum-Phänomene immer klinischen Symptomen vorausgehen und dass sie präziser auf die Ursachen schließen lassen, als Symptome. Aus diesem Grund benötigt die fuktionelle Proteomik auch keine determinierenden Bedingungen. Das proteomische Profil als Antwort auf die Störung ist ein prädiktives und präventives Instrument, das zu einer notwendigen vordersten Linie der Untersuchung geworden ist. Sie erlaubt dem Therapeuten, schon fündig zu werden und präventiv einzugreifen, wenn die klinische Untersuchung oder das Standardlabor noch keine Anhaltspunkte ergibt (hier bewährt sich das Profil besonders in der Sekundärprävention nach Krebserkrankungen) oder, wenn Standardlabor und klinische Untersuchung Symptome nicht schlüssig erklären oder zuordnen können, was gerade bei relativen unscharfen Diagnosen wie Fibromyalgie oder MCS von großer Bedeutung ist.

Der resultierende Befund wird auf ein Vergleichskollektiv gleichen Alters und Geschlechts bezogen und stellt als V-förmiges Diagramm in Standardabweichungen die relative Reaktivität der Eiweisse dar.

Die hyPERreaktiven Ergebnisse sind dann rechts, die hyPOreaktiven Ergebnisse links zu sehen.

Die rund 50  Profilreaktionen werden bei diesem Test in 4 Gruppen / Farben unterschieden, genauso wie die jeweiligen Eiweisse isoliert werden:
    • Die sauren Tests (grün) hängen mit dem Glykoproteinen (GP) zusammen
    • Die neutralen Tests (rot) hängen mit den Lipoproteinen (LP) zusammen
    • Die alkalischen Tests (blau) hängen mit den Immunglobulinen (IG) zusammen
    • Die Breitband-Parameter-Tests (violett) sind mit allen drei Gruppen, GP, LP, IG verknüpft.
  1. Säuretests / Glykoproteine:
    • Erhöhte Reaktion = Entzündung
    • Verminderte Reaktion = Grundsystembelastung

2. NeutraleTests / Lipoproteine:

Repräsentation der Stoffwechsel (Leber) – Hirn- Achse; Affektionen im Nervensystem werden über die LP- vermittelte Aktivität gesteuert:

    • Erhöhte Reaktion = Schmerz/Erregung/Angst/vegetative Reaktionen
    • Verminderte Reaktion = Neurasthenie/vegetative Reaktionen/ fehlende neuronale Kontrolle/Depressionen

3. Alkalische Tests / Immunoglobuline:

Repräsentation der humoralen Immunität

    • Erhöhte Reaktion = hormonelle Überempfindlichkeit, humorale Hyperreaktivität (von Allergie bis Autoimmun- erkrankungen)
    • Verminderte Reaktion = hormonelle Hyporeaktivität (Menopause, NNR Müdigkeit)

4. Breitbandtests:

Repräsentation der humoralen Immunantworten (Immungedächtnis)

    • Erhöhte Reaktion = von langsam progressiver chronischer Immunantwort (mit Tendenz zur Sklerose) bis hin zu unkontrollierter schwerer Hyperreaktivität bei Autoimmunerkrankunge)
    • Verminderte Reaktion = erworbenes humorales Immunitätsdefizit (rezidivierende Infekte, etc.)

Das Proteomis-Profil ist ein objektives und reproduzierbares Diagnoseinstrument für alle komplexen chronischen Erkran-kungen. Es ermöglicht dem Arzt darüber hinaus, bei der Festlegung der therapeutischen Strategie adäquate und gezielte Entscheidungen zu treffen. Um insbesondere letzteren Aspekt noch zu optimieren, haben wir im Jahr 2016 die Erfahrung der vergangenen 45 Jahre in eine neue Darstellung gegossen und die neun häufigsten Parameterkonstellationen mit auch für medizinische Laien leicht verständlichen Überschriften versehen, die gleichzeitig auch dem noch nicht so erfahrenen Therapeuten sofort eine Wegweiser für die Differentialdiagnostik bieten.

Einsatzmöglichkeiten

Bei Diabetes:

Wie schon weiter oben erwähnt, erhalten jedes Jahr alleine in Deutschland etwa eine halbe Million Menschen die Diagnose Diabetes mellitus. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine Typ-2-Diabetes, den sogenannten Altersdiabetes. Eine solche Erkrankung entwickelt sich nicht über Nacht, sondern weist auf eine seit Jahren gestörte Blutzucker-Stoffwechsellage hin. Gleichzeitig hat die Prävalenz für Übergewicht seit 20 Jahren bei Männern um 39 % und bei Frauen um 44 %  zugenommen. Es steht längst nicht mehr zur Diskussion, dass es einen Zusammenhang zwischen Lebensstil, vor allem Fehlernährung, und Diabetes mellitus gibt.

Proteomis ist ein System, mit dem wir frühzeitig als andere herkömmliche Test Veränderungen im Stoffwechsel feststellen und damit einer erworbenen Stoffwechselstärung vorbeugen können. Das Proteomis-Profil, das keine Blutzucker- oder Insulinwerte, sondern als Reaktionstests punktuelle Serumproteinveränderungen erfasst, ist ein idealer Labortest, um bereits sehr früh diabetische Stoffwechselstörungen aufzudecken. In der Mehrzahl der Fälle sind das Zeichen einer subklinischen Entzündung, die (noch) nicht klassischerweise durch eine Leukozytose, CRP- oder BSG-Erhöhung auffallen.

Bei chronischen Erkrankungen:

Das Problem bei chronischen Erkrankungen liegt in der Nachhaltigkeit der Therapie. Während man Symptome zwar kurzfristig medikamentös reduzieren kann, stellen ursächliche oder langanhaltenden Therapien ohne Nebenwirkungen die tatsächliche Herausforderung dar, eine solche Behandlung weit über eine Symptomorientierung hinaus geht. Sie muss individuell und personalisiert sein, wodurch die therapeutischen Ergebnisse verbessert und die Nachhaltigkeit erhöht werden.

Die Therapie:

Damit ist jedoch der Nutzen von Proteomis keineswegs erschöpft, denn auch in der Therapie wird das proteomische 4P-Prinzip praktisch umgesetzt, so präzise wie personalisiert stellt der Computer aus einer mehrere hundert Heilmittel umfassenden Liste genau die Medikamente für dieses einzigartige und spezielle Eiweißprofil zusammen: Naturheilkundliche Medikamente (Mineralien, Aromen, Phytotherapeutika, Antifraktionen und autologe Therapien), deren spezfische Wirkmächtigkeit auf einzelne Parameter oder Parametergruppen aus Tierversuchen und 40 Jahren Beobachtung bekannt ist und die dämpfend auf Hyper- und aktivierend auf Hypo-Parameter wirken. Fast unnötig zu sagen, dass diese Medikamente ohne oder mit nur sehr geringen Nebenwirkungen verbunden sind .

Sie erhalten als Anwender der Methode außerdem mit dem Profil einen Überblick über:

    • sinnvolle tiefergehende (Labor-)Untersuchungen
    • komplementäre therapeutische Ansätze
    • Empfehlungen zur Ernährung und zur orthomolekularen Behandlung
Unsere Leistungen

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