PATELLALUXATION / KNIESCHEIBENINSTABILITÄT

Die Kniescheibeninstabilität oder Patellaluxation ist ein Herausgleiten der Kniescheibe aus ihrer physiologischen „Führungsrinne“ im Oberschenkelknochen, der sog. Trochlea. Bei der Instabilität der Kniescheibe unterscheidet man die seltene akute von der häufigen angeborenen chronisch rezidivierenden Form, die fast alle Instabilitäten ausmacht.

Die Häufigkeit der Patellaluxation und das Alter bei der erstmaligen Luxation wird dabei von dem Grad der zugrunde liegenden Veränderungen am Knochen – der Trochleadysplasie – und den begleitenden Risikofaktoren ab. Je nachdem können unwillkürliche, nicht kontrollierbare Patellaluxationen schon in der Kindheit und nicht nur in strecknahen, sondern auch in gebeugter Knieposition auftreten.

Prof. Schoettle verfügt über ein enormes Wissen über die Zusammenhänge bei der Patellaluxation und gilt als Wegbereiter der neuen und heutzutage weltweit angewandten Schule der Kniescheibentherapie bei Trochleadysplasie, sei es durch eine MPFL Rekonstruktion oder eine Trochleaplastik, die beide massgeblich von ihm entwickelt wurden.

Um unsere Patienten optimal zu behandeln, führen wir auf unserem Wissen basierend immer eine umfassende Anamnese und exakte Untersuchung aller Risikofaktoren der Patellaluxation durch. Anhand umfangreicher klinischer und biomechanischer Forschungen haben wir neue Behandlungsstrategien entwickelt und publiziert, die inzwischen weltweit Routine bei der Therapie der Instabilität des Kneischeibengelenkes geworden sind. Die Therapie wird dann individuell, je nach Stadium der Patelölaluxation und Schweregrad der auslösenden Faktoren gewählt, um unsere Patienten möglichst schnell eine stabile Gelenksituation wieder her zu stellen. Da bei fast allen Patellaluxationen eine angeborene knöcherne Problematik – die Trochleadysplasie – mit daraus resultierender MPFL Insuffizienz oder -Ruptur zugrunde liegt, ist in den meisten Fällen ein operatives Vorgehen notwendig, da eine Patellaluxation muskulär NICHT kontrolliert oder verbessert werden kann. Im Gegentiel kann durch intensives Training der falschen Muskulatur der Kniescheiben.-Anpressdruck erhöht und dadurch Kniescheiben-Schmerzen verursacht / erhöht werden.

Wie weiter oben erwähnt ist ein flaches oder gar vorgewölbtes Gleitlager  – die Trochleadysplasie – der ausschlaggebende Risikofaktor für die Kniescheibeninstabilität, da der Kniescheibe die knöcherne Führung fehlt und sie damit recht einfach aus dem Gleitlager springt. Die wichtigste Band-Struktur zur Stabilisierung der Patella gegen die luxierende Kraft des Oberschenkelmuskels ist das sog. „Mediale Patellofemorale Ligament“ – MPFL – ein Band zwischen Kniescheibe und Innenseite des Oberschenkels.

Ist dieses aufgrund von Anomalitäten nicht richtig angelegt oder bei einer Trochleadysplasie in der Folge einer Patella-Luxation gerissen, fehlt der Kniescheibe die medialisierende Komponente und die Kniescheibe kann danach noch leichter luxieren. In diesen Fällen sind konservative Ansätze wenig erfolgreich und es sollte nach ausführlicher Ursacehnforschung für die Instabilität der Kniescheibengelenkes ein frühzeitiges operatives Vorgehen in Betracht gezogen werden. Auch freie Knorpelstücke oder grobe Achsfehlstellungen machen ein operatives Vorgehen unumgänglich.

NICHTOPERATIVE THERAPIE

Die konservative Therapie kommt bei der Patellaluxation nur in ganz wenigen Fällen, nämlich denjenigen mit tatsächlich unfallbedingter Instabilität. Diese setzen sich zusammen aus Physiotherapie mit dem Kerngebiet des Stabilisationstrainings, so wie dem Tragen von Tapeverbänden oder Schienen. Auch speziell angefertigte Einlagen könne dazu beitragen, dass sich die Symptomatik etwas verbessert. Soweit noch nicht erfolgt, ist die Gewichtsreduktion unbedingt zielführend. Gleichzeitig sollte die tiefe Bauch- und Rückenmuskulatur, die Hüftaußenrotatoren und –adduktoren gestärkt werden.

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